|
Seite 2 von 2
Im Zeitraum vom 2.10.2008 bis zum 22.10.2008 sind wir fünf Tage in Chicago und 15 Tage in Green Bay (Wisconsin) gewesen. Wie Schüler vor uns hatten in diesem Jahr WIR das Glück, an der knapp dreiwöchigen Sprachreise in die USA teilzunehmen.
Die Aufregung war riesig, als wir am Flughafen in Hamburg endlich auf den Abflug warteten. In Paris hieß es dann umsteigen und wir „rannten“ förmlich über den riesigen Pariser Flughafen um unseren Flieger nicht zu verpassen. Über Rolltreppen, Busse, Züge und lange Gänge ging es dann nach etwa einer Stunde Wartezeit im Flugzeug endlich nach Chicago. Auf dem Flug gab es leckeres Essen und zahlreiche Filme und Unterhaltungsmedien. Geschlafen wurde kaum. Nach vielen Stunden Flug, am Chicago Airport angekommen und total übermüdet, mussten wir uns noch durch den Underground und die Straßen in der City mit samt dem Gepäck durchschlagen. In Chicago war es Nachmittag und in Hamburg Vormittag. Der Jet-leg zeigt sich, denn das war eine schlaflose Nacht. Alles war so neu für uns in Chicago, die riesigen Gebäude, die Skyline, der Lake Michigan und leider auch das teilweise kalte Wasser in den Duschen und Kakerlaken in der Jugendherberge. Das Wetter war aber fantastisch. Wir haben das Aquarium und ein Museum für Kunst besucht sowie eine architektonische Bootsfahrt gemacht. Das größte Highlight war, dass wir auf dem gewaltig hohem Sears Tower waren.Der Ausblick vom „Skydeck“ war fantastisch und man konnte die Autos nur noch als Punkte sehen. Viele haben schnell gelernt, dass „Leben“ viel Geld kostet, denn wer täglich Getränke, Frühstück, Mittag und Abendbrot braucht, hat locker in einer Woche 200 Dollar ausgegeben. Zusätzlich ist es für jeden eine Umstellung, auf alles, was man kauft, noch die Mehrwertsteuer zu addieren, denn dann sieht nicht mehr jedes Angebot so günstig aus.
Nach den langen Tagen in Chicago ging es per Bus nach Green Bay. Eine riesige Schule mit einem überdimensionalen Parkplatz empfängt uns an dem regnerischen Tag. (Man bedenke, dass man in den USA schon mit 16 ein Auto fahren darf und 2000 Schüler im Alter von 15 bis 18 Jahre auf die High School „Bay Port“ gehen.) Die Gastfamilien holten uns ab und es ging „ab nach Haus“. Der Schulalltag war meist langweilig, denn es war schwer, so schnell in individuelle Themen eingearbeitet zuwerden.
Von gemeinsamen Lagerfeuern, Spukgeländen wie „Terror on the Fox“, Footballspielen, Essengehen, „Frisbee-Golfen“, Konzerten, Countrysides und Bowling können wir nur noch schwärmen. Gibt es in Hamburg natürlich teilweise auch, doch in Green Bay war es halt ein einmaliges, wundervolles Erlebnis. Es gab viele neue Bekanntschaften, einige von ihnen sehen wir hoffentlich in den nächsten Jahren in Hamburg wieder. Es fiel uns allen sehr schwer Abschied zu nehmen.
Lisa Holster, 10c
|